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Ich arbeite seit über zehn Jahren an der Schnittstelle von Film, Gesellschaft und Geschlechtergerechtigkeit. Mich interessiert, wie Geschichten entstehen, welche Bilder sie von der Welt entwerfen – und welche Wirkung sie entfalten, oft weit über den Kinosaal hinaus. Bekannt geworden bin ich durch die Gründung des feministischen Filmmagazins FILMLÖWIN – Das feministische Filmmagazin. Aus der journalistischen Auseinandersetzung mit filmischen Narrativen entwickelte sich zunehmend der Wunsch, nicht nur zu analysieren, sondern dort mitzuwirken, wo Geschichten entstehen: im kreativen Prozess selbst.

Heute begleite ich Film- und Serienprojekte dramaturgisch und inhaltlich. Meine Arbeit verbindet analytische Klarheit mit einer dialogischen, zugewandten Arbeitsweise – mit besonderer Expertise für sensible Stoffe und die Darstellung sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt. Mir geht es darum, Geschichten gemeinsam weiterzudenken: differenziert, verantwortungsvoll und mit dem Mut, Komplexität auszuhalten.

Vom Schreiben zum Mitgestalten

In der journalistischen Arbeit wurde mir zunehmend bewusst, dass viele problematische Erzählmuster lange vor der Veröffentlichung eines Films entstehen. Stereotype Figurenbilder, verkürzte Darstellungen oder die Normalisierung von Gewalt sind häufig Ergebnis früher kreativer Entscheidungen und struktureller Blindstellen im Entwicklungsprozess. Der Wunsch, früher anzusetzen, führte mich Schritt für Schritt näher an die Stoffentwicklung heran: über dramaturgische Beratung, Sensitivity Readings und schließlich die kontinuierliche Begleitung von Projekten. Mich interessiert dabei nicht das schnelle „Korrigieren“, sondern das gemeinsame Weiterdenken von Geschichten – im Dialog und mit Respekt vor der bereits geleisteten Arbeit.

Wie ich heute arbeite

Ich begleite Film- und Serienprojekte dramaturgisch und im kreativen Prozess, im direkten Austausch mit Autor:innen, Regie und Produktion. Mir ist wichtig, frühzeitig in Entwicklungsphasen eingebunden zu sein – insbesondere bei sensiblen Stoffen, bei denen grundlegende Fragen zu Figuren, Perspektiven und Narrativen am besten geklärt werden können, solange Strukturen noch offen sind. Diversität verstehe ich dabei nicht als äußeren Maßstab, sondern als Teil kreativer Praxis. Sie eröffnet neue Perspektiven, schärft erzählerische Entscheidungen und ermöglicht komplexere, lebendigere Geschichten. Ein wiederkehrender Schwerpunkt meiner Arbeit sind Projekte zur Darstellung sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt – einem Bereich, in dem Sensibilität, dramaturgische Klarheit und Verantwortung eng zusammengehören.

Neben meiner beruflichen Arbeit bin ich alleinerziehende Mutter und lebe in Berlin. Diese Lebensrealität prägt meine Perspektive ebenso wie meine Arbeitsweise: Sie schärft meinen Blick für Machtverhältnisse, Abhängigkeiten und Verantwortung – und für die Notwendigkeit klarer, verlässlicher Zusammenarbeit.

Ausgewählte Stationen & Projekte

In den vergangenen Jahren habe ich in unterschiedlichen Kontexten im Film- und Medienbereich gearbeitet – publizistisch, dramaturgisch und lehrend. Eine Auswahl relevanter Stationen und Projekte:

Qualifikation & Ausbildung

  • Ausbildung zur zertifizierten Diversity Trainer*in
  • Langjährige Tätigkeit als freie Drehbuchlektorin (2002–2015)

Dramaturgie & Projektarbeit

Dramaturgische Begleitung von Film- und Serienprojekten, u. a.

  • Angemessen Angry, Serie (Sensitivity Reading / Beratung)
  • SOKO Hamburg: Von Töchtern und Söhnen, Episode (Sensitivity Reading)

Publizistische Arbeit

  • Gründung und Chefredaktion des feministischen Filmmagazins FILMLÖWIN
  • Mitarbeit am Fachbuch Ausgeblendet - Frauen im deutschen Film und Fernsehen (Autorinnen: Prof. Dr. Elizabeth Prommer / Dr. Christine Linke)
  • Filmkritiken u. a. für Kino-Zeit, Filmstarts, Missy Magazine

Lehre & Wissensvermittlung

  • Lehrauftrag an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (Film und Feminismus, 2024/25 und 2025/2026)
  • Workshops an der Filmakademie Baden-Württemberg
  • Weitere Lehr- und Workshopformate im Hochschul- und Produktionskontext

Jurys & Gremien

  • Mitglied der Grimme-Preis Nominierungskommission (2015/2016)
  • Mitglied der FIPRESCI-Jury bei der Berlinale (2014)

Sprachen

  • Deutsch (Muttersprache)
  • Englisch (verhandlungssicher)
  • Spanisch (fließend)